Mann! Farid Podcast 98: Happy Krise
Scheiß-Herausforderungen im Alltag – Krisenmanagement
Krisen kommen ungefragt. Manchmal leise, manchmal mit voller Wucht. Privat oder beruflich, klein oder existenziell – irgendwann steht jeder von uns vor dem Punkt, an dem einfach alles zu viel wird.
In dieser Folge spreche ich darüber, wie wir mit genau diesen Momenten umgehen können. Ausgelöst wurde die Episode durch ein aktuelles Coaching mit einer Top-Führungskraft, bei der gerade alles gleichzeitig zusammenkam. Statt schneller Lösungen ging es zuerst um etwas anderes: Klarheit, Ruhe und Orientierung im Chaos.
Ich teile mit dir meine persönlichen Strategien aus dem Coaching-Alltag und aus meinem eigenen Leben. Es geht nicht darum, Krisen schönzureden oder sie wegzumeditieren. Es geht darum, ihnen richtig zu begegnen.
Erst zur Ruhe kommen. Dann denken. Und erst danach handeln.
Du erfährst:
warum Nichtstun in Krisen manchmal der klügste erste Schritt ist
wie du zwischen lösbaren Problemen und echter Ohnmacht unterscheidest
weshalb Natur, Bewegung und Abstand echte Denkwerkzeuge sind
warum Krisen fast immer Einladungen zum Wachstum sind – auch wenn sie sich beschissen anfühlen
wie du auf deine eigenen Ressourcen aus früheren Krisen zurückgreifen kannst
Ich spreche offen über Angst, Überforderung, Kontrollverlust – aber auch über innere Stärke, Kampfgeist und den liebevollen Krieger in uns. Über kleine Alltagskrisen genauso wie über Krankheit, politische Unsicherheit und persönliche Brüche.
Diese Folge ist kein Motivations-Geplapper. Sie ist eine Einladung, Krisen anders zu betrachten – ehrlicher, ruhiger und selbstbestimmter.
Wenn du gerade mitten in einer schwierigen Phase steckst: Diese Episode ist für dich.
Und wenn nicht – dann hör sie dir an, bevor die nächste Krise kommt.
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Transkript:
Speaker 1: Ihr Lieben, herzlich willkommen zur nächsten Ausgabe meines Page Friend Podcasts. Heute mit dem Thema Scheiß-Herausforderungen im Alltag oder Krisenmanagement. Es sind wilde Zeiten. Ich komme gerade aus dem Coaching mit einem absoluten Topführungskraft und höre wie denen richtig die Dinge um die Ohren fliegen. Wir haben gerade mal so eine Stunde Coaching gemacht, um einfach erstmal Klarheit in die Situation zu bringen.
Das war für mich Impulse, zu sagen, komm, lass uns doch mal ein Podcast machen zu dem Thema, wie meistere ich eigentlich diese ganzen Scheiß-Herausforderungen, die mir ständig um die Ohren fliegen im Alltag, groß oder klein. Und ich gebe so ein paar Sachen, die ich auch meinen Coachies empfehle und die finde ich auch gerne mit dir teilen. Und das ist nicht so entscheidend, dass wir definieren, was genau eine Krise ist. Das wirst du schon wissen, ob das eine große oder eine kleine ist, ob das privat ist oder beruflich, ob das in der Liebe ist oder in der Karriere. Es geht darum, es gibt Situationen, die machen dir zu viel Mühe, die überfordern dich. Die lösen in dir irgendwie eine große Unruhe aus, so dass du merkst, ich habe jetzt gerade keine Antwort darauf. Ich habe keine Antwort, was ich damit tun soll. Und das nenne ich jetzt mal Krise. Also alles andere sind irgendwie Challenges und irgendwie Herausforderungen und Aufgaben und Fragestellungen.
Aber manchmal gibt es Momente, da ist es einfach alles irgendwie richtig viel zu viel. Und darüber möchte ich mit dir reden, was da meine Tipps und Tricks aus meinem Leben sind, die ich für teures Geld an meine Coachies verkaufe und jetzt hier einfach mit dir kostenfreie Teile. Vielleicht nicht ganz so intensiv, die müssen ja auch einen kleinen Vorteil haben, dass sie mir dafür einen energetischen Ausgleich rüberschieben. Aber ich glaube dennoch, dass du ganz viel mitnehmen kannst. Also das erste ist so eine Art Krise liegt dann vor, wenn es einfach zu viel ist für dein System. Wir leben gerade viele politische Krisen.
Wir erleben, dass da draußen in der Welt alles ein bisschen verrückt geworden ist. Mit Kriegen, die wir haben, mit Regierungsführern, die sich nicht mehr wirklich an unseren Code of Conduct halten, wie wir bisher miteinander umgegangen sind. Auch das sind Krisen, die manchmal im Außen sind. Aber vielleicht gibt es Krisen im Inneren. Und egal was es ist, das allererste und das klingt verrückt, aber das ist das Wichtigste. Ich empfehle dir, komm zur Ruhe. Viele Menschen, ich glaube die meisten, haben diesen Impuls, irgendwas zu machen. Ich nehme an, damit sie eine Antwort finden, auch ihre Unruhe.
Und meine Empfehlung ist sich erst mal diese Unruhe zu beschäftigen. Erst mal gucken, was ist denn in deinem System los? Ich vergleiche das so ein bisschen wie im Flugzeug. Im Flugzeug ist dir die Empfehlung im Notfall, nehmen Sie sich erst mal eine Sauerstoffmaske, bevor Sie anderen helfen. Und diese Sauerstoffmaske empfehle ich dir erst mal für dich selbst. Komm erst mal zur Ruhe. Mach erst mal ein paar tiefe Atemzüge. Kapier, was los ist. So, wenn du meditierst, kennst du das alles sowieso, dann meditier doch mal. Oder wenn du Yoga master mach Yoga.
Wenn du damit gar nichts zu tun hast, sagst du, hey, Verin, was mach ich denn jetzt? Meine Empfehlung, geh erst mal spazieren. Ich liebe den Rat meiner ehemaliger Coacheschin Frauke Rünzel aus Berlin, die ich für einen sehr guten Coach halte. Die mir gesagt hat, wenn du nicht weißt, was du tun sollst, Farid, mach doch erst mal nichts. Dieser Vorteil, wenn ich erst mal nichts mache, ich mach Dinge nicht schlimmer. Oder ich mach Dinge nicht in die falsche Richtung. Sondern in der Krise ist es wichtig, dass ich erst mal meine Denkzentrale anschmeiße.
Und ich funktioniere so in Krisenmomenten, dass ich erst mal eine Unruhe spüre. So wie so eine Art Pulsschlag, Herzschlag. Etwas, das zu viel für mich ist. Etwas, wo ich denke, uff, erst mal Ruhe ins System bringen.
Und das kennst du vielleicht diese Geste aus dem Sport, wenn so die letzten fünf Minuten im Basketball, im Icehockey, im Fußball angetroffen sind. Das siehst du von häufig, von außen ganz den Trainer mit so einer Geste. Erst mal Ruhe, erst mal Ruhe. Und das ist meine erste Empfehlung für dich. Erst mal Ruhe, erst mal Ruhe. Nicht tun, denken. Denken, handeln. Das sind zwei wirklich separat getrennte Schritte.
Warum ist das so wichtig? Ganz viele Menschen verschlimm besser die Krise durch zu schnelles Handeln. Machen dann irgendwas damit, was getan ist. Aber das hilft der Sache häufig überhaupt nicht. Nimm mal so ein paar tiefe Atemzüge. Und wir können das jetzt einfach mal zusammen machen.
Das ist wie so eine Übung. Ich empfehle das ja immer, immer, immer wieder. Und beginne ganz meine viele meiner Workshops damit. Zieh die Schultern hoch und atme erst mal aus. Du merkst sofort, kommt Ruhe in dein System. Und nochmal. Und ein drittes Mal. Und jetzt ist die Einladung. Lass alles los, was du gerade im Moment nicht brauchst. Lass die Unruhe los.
Hektik, Angst, Panik. Einfach wir abschütteln. Kannst du auch noch mal, das gehst du dazu machen.
Und jetzt guckst du, was ist da denn eigentlich passiert? Und ich nenne diese Phase das Entdramatisieren der Krise. Es stellt sich nämlich raus, dass meistens die Krise gar nicht so groß ist, dann kann dein Denkabrat helfen, sie in den Griff zu kriegen, Lösungen zu bearbeiten. Es kann natürlich auch sein, dass die Krise riesig ist.
Wie jetzt keine Ahnung, die Krise, die wir in Amerika erleben, mit dem präsidialen System, was da passiert, oder in der Ukraine, mit dem Russland Angriff. Und dann begegnest du Themen, die sind zu groß. Da hast du vielleicht gar keine Chance, was drin zu machen. Und das mag jetzt verrückt klingen, aber auch dann kannst du dich entspannen. Kannst sowieso nichts tun. Da ist nur Ohnmacht. Und dann geht es darum, diese Ohnmacht einfach in dein System zu nehmen. Kannst nichts tun. Ja, ist manchmal so. Klingt scheiße, fühlt sich scheiße an, ist auch scheiße. Und damit kannst du es auch gehen lassen.
Hast keine Chance drin. Es macht keinen Sinn, das weißt du selbst, sich an Dingen abzuarbeiten, an denen überhaupt nichts ändern kannst. Also ist die Frage, kann ich was ändern? Wenn ich was ändern kann, du siehst, das ist wie so ein Logikbaum. Was genau kann ich denn tun, damit es anders wird?
Muss ich was sagen, muss ich was tun, muss ich irgendwie agieren, muss ich mir Verbündete suchen. Ist es sinnvoll, mir einen Ratgeber zu suchen? Ein wunderbarer Ratgeber bringe ich immer wieder in jeden dritten Podcast, gehen die Natur und gehen runter spazieren. Verrückt oder nicht, die Natur spricht zu dir. Du gehst spazieren, stellst eine Frage und beim Spaziergang bekommst du eine Antwort. Nicht weil irgendein Baum den Mund aufmacht und zu dir spricht, sondern deine innere Stimme merkt, ach, das könnte ich eigentlich tun.
Warum? Weil die Natur uns entspannt, gibt es so viel Literatur zu. Wie gut uns die Bäume tun, da gibt es auch bestimmte chemische Prozesse, die uns ablaufen, das müssen wir uns jetzt nicht genau angucken, aus dem ich kein Wissenschaftler, ich bin gar nicht guter in so etwas zu erklären. Ich kann dir nur sagen, das Phänomen kennst du aus deinem Leben. Verändere deine Umgebung in Krisenmodus und schon hast du es leichter, eine Lösung zu finden. Oder der Ohnmacht zu begegnen, dass es da gar nichts zu tun gibt. Wenn du ein sehr sportlicher, ambitionierter Mensch bist, nimm doch die Krise als Herausforderung. Und auch wenn du das nicht bist, kannst du das tun. Sagen, dieses Mal gehe ich mit der Krise anders um. Ich gehe nicht in meinen Opfer tun und oh je oh je oh je, sondern ich denke, oh, die will ich mal bestehen. Der will ich nicht mal stellen. Ich gehe mit der Krise mal anders um als mit allen anderen. Ich schaue mir an, was ist die Herausforderung darin und ich gehe es diesmal an.
Ich nutze meinen Brain und vielleicht dem Brain, wie gesagt, der Natur, aber auch von guten Freunden und denk mal zusammen darüber nach, was kann ich tun? Und du wirst feststellen, es gibt so viel, was du tun kannst. Krisen, Achtung, sind fast immer nur Einladungen zum Wachstum. Auch das klingt jetzt vielleicht nach so einem Scheißcoachssatz, aber genau das glaube ich wirklich. Und Achtung, wenn du mal auf dein Leben zurückguckst, was können wir gerne mal gemeinsam jetzt tun, guckst du, warum, was waren denn die ersten großen Krisen, die du in deinem Leben erlebt hast?
Die liegen in der Regel schon viele Jahre zurück. Und wenn du die erlaubst zu fragen, was habe ich denn aus denen gelernt? Wo bin ich denn gewachsen?
Dann bin ich ganz sicher, jetzt in dem Moment, wo ich dich das Frage fällt, dir was ein, was es dir gebracht hat. Ich muss mich durchschlagen, war ohne Fahrtel bin ich groß geworden, das war die erste große Krise, an die ich mich erinnere. Das Gefühl, allein zu sein. Mutter, Seelen, allein, dann nehme ich nur meine Mutter da und je mal Nachtschester. Ich war ganz viel auf mich selbst gestellt.
In Köln, der Stadt, der ich liebe, mit einem gewissen Ausländer-Tum mit meinem Namen, ganz viele Challenges, Leute, die mich abgelehnt haben, Jungs, die mich auf der Straße verkloppen wollten. Und was hat sich daraus getan? Ich hatte natürlich eigentlich all das Wissen, was ich heute als 58-jähriger Mann hatte. Aber wenn ich auf die Krise damals gucke, hatte ich damals schon Reflex. Wie gehe ich damit um? Was tu ich?
Steh ich früher auf, um zur Schule zu gehen? Gehe ich ins Kampftraining? Stelle ich mich dem einen oder anderen Kampf? Mach ich die anderen Platten mit meinen Worten? Ich war damals schon sehr wortstark. Also ich habe mir Lösungen überlegt, damals noch als Straßennjunge, und konnte diese Krisen bewältigen. Und heute, ich mache mir jetzt immer die Uhr ein ganzes Stück weiter, 40, 50 Jahre weiter bin ich ein gestandener Mann. Es braucht schon einiges, damit ich umgehauen werde. Vielleicht körperlich bin ich nicht mehr so stark wie früher, aber ich habe immer noch diesen Kampfgeist in mir, den Krieger.
Der ist da. Das heißt, aus der damaligen Krise habe ich was gelernt, und das hat mich für mein gesamtes weiteres Leben stark gemacht, unabhängig gemacht. Mir diesen Kämpfer aktiviert, diesen liebevollen Krieger, der mit Herzenskraft, nicht mit Muskelkraft kämpft. Das kommt aus der Krise. So, was will ich damit sagen? Ich will damit begründen, dass jede Krise auch eine Einladung ist zum Wachstum.
Und wenn du dir das mal erlaubst, nur vorzustellen, die Krise ist eine Wachstumseinladung, die Krise ist eine Idee, dein Leben besser in den Griff zu kriegen, dann kannst du jede Krise unter einem anderen Mantel dir angucken, und nicht wie verdammtes Leben fick dich, sondern krass schon wieder eine Wachstumseinladung. Und die gehe ich an. Ich gucke mir an, was kann ich tun?
Und was ich dir empfehle, ich habe gerade mal meinen Notizen nachgeguckt, deswegen habe ich mich nach hinten gewendet, und was ich dir empfehle ist, erinnere dich, was dich in der letzten Krise stark gemacht hat. Was sind deine Ressourcen, sagen wir Coaches ja gerne. Was sind die Kräfte, die dir beistehen? Wo warst du schon immer gut drin? Keine Ahnung, logisches Denken, dir Unterstützung holen. Dich daran erinnern, wie du schon durch andere Krisen gegangen bist. Damit du weißt, das ist nur eine mehr, mehr ist das nicht.
Vielleicht hat dich deine Partnerin, dein Partner verlassen, vielleicht bist du gerade am Boden zerstört. Dann ist das höchstwahrscheinlich nicht das erste Mal in deinem Leben. Höchstwahrscheinlich hast du schon mal geliebt, und bist da irgendwie rausgekommen. Wie bist du rausgekommen? Karriere ist gerade scheiße.
Job ist doof, Chef ist doof, Kollegen sind doof. Das ist nicht das erste Mal. Wie bist du das letzte Mal rausgekommen? Erinnere dich, erinnere dich. Und schon kannst du alte Erfahrungen, altes Wissen nutzen. Vielleicht nicht zu 100%, aber auf jeden Fall hast du einen Anschlusspunkt für eine jetzige Krise. Der Alexander Bünk hat in diesem, in dem Podcast, die wir gemacht haben, gesagt, die Angst ist 5 Kilometer lang und nur 3 cm tief. Mit Krisen kommen häufig Ängste in unser Leben. Und wir projizieren da richtige Dinge rein.
Oh Gott, oh Gott, was kann alles passieren? Sofort kriegt das emotional so einen existenziellen Charakter, nenn ich das. De facto ist die Angst aber häufig nur 3 cm tief. De facto ist das gar nicht ein Lebenskrise. Ich habe jetzt mehr Verfreude gehabt, die ganz schwer krank wurden.
Ich bin so in dieser Altersklasse, wo Menschen um mich herum einfach Krankheiten kriegen und sich mit harten Krankheiten auseinandersetzen müssen, ganz häufig Krebs. Das ist eine unglaublich große Scheiße. Und ich bin da sehr in meiner Unmacht begegnet. Und die natürlich auch.
Und gleichzeitig kann ich mit großer Freude sagen, dass jetzt zum Beispiel meine engsten Menschen, mit denen ich im Ausdurchspinn beide weiterhin leben, die haben einen Weg gefunden, mit dieser Krise umzugehen, auch mit den Krebs umzugehen. Die lassen sich behandeln, nehmen Ergänzungsmittel und schaffen es so, der Krankheit die Stürme zu bieten. Ich habe keine Ahnung, wie lange. Keine von uns weiß, wie lange er lebt. Worauf ich nur hinaus will, ist, egal wie existenziell etwas ist. Es ist vollkommen erlaubt, niedergeschlagen und ohnmächtig sich für eine Dauer zu fühlen. Und dann geht irgendwann los die innere Reise von finde ich mich damit ab oder tue ich etwas für mich und gegen die Krise. Und selbst bei so apokalyptischen Krankheiten, wie es Krebs leider immer noch ist, ist der Mensch nicht komplett ausgeliefert.
Er kann was tun. Und vielleicht kannst du dir das so ein bisschen ans Revéherheften sagen, Mensch, ist meine Krise wirklich so schlimm, ist sie wirklich so existenziell? Oder ist nur der erste Moment der Begegnung mit der Krise so groß und es geht eigentlich darum einen Ausweg zu finden, eine Lösung zu finden, in mein Wachstum zu kommen. Und dann kann eine Krise dich sogar stärken.
Du bist ein anderer Mensch, wenn du die Krise überlebt hast, wenn du sie durchgestanden hast, in der Regel ein mehr gestellter Mensch, um eine große Erfahrung leichter. Und das war jetzt bei den vielen großen Themen, die ich angesprochen habe, aber manche gibt es so viele kleine. Und das große Wissen kannst du auf diese Alltagskrisen übertragen mit einer gewissen Leichtigkeit. Ich habe schon so viele kleine Alltagskrisen gemeistert. Ich werde auch die meistern.
Ein Kunde, der doof drauf war, ein Kunde, der vielleicht gekündigt hat, ein Freund, der gerade sauer auf mich ist, eine Geschichte, die schief gegangen ist, alles halb so wild. Du wirst da schon durchkommen. Und wenn du dir diese innere Haltung erlaubst, so ein bisschen Leichtigkeit reinzubringen, ein bisschen Lächeln darüber, dann verliert die Krise automatisch diesen großen, schwarzen Mantel, den sie manchmal über uns liegt. Und ob der Mantel über uns bleibt oder nicht, das ist deine Entscheidung. Du entscheidest, ob du den Mantel abwirst oder den ganz fest um dich ziehst. Du entscheidest, ob du dadurch zu einer Art Opfer wirst oder sagst, ne, den Opfermantel ziehe ich mir nicht an.
Ich gehe ins Tun, ich gehe ins Denken, ich hoh’n mir Rat. Und das sind nicht nur die tollen Topmanagement Coaches da draußen, zu denen ich mich ja auch zähle für gutes Geld, sondern manchmal kann man einfach nur einen Freund um die Ecke um Rat fragen oder ein Familienmitglied oder Chatchapiti oder in den Wald gehen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Nur tu was, nutz die Krise zum Wachstum. Und das ist deine Entscheidung.
Und nicht zum Stillstand. Ich will nochmal betonen, nicht immer sofort, ne, ich will jetzt hier nicht den Clueschei machen, dass bei mir immer alles sofort Krise kommt und dann funktioniert der Farid wie eine Maschine. Ne, ich habe auch meine Phasen.
Gestern, der ersten Kundentelefonat gab, wo ich echt eine Stunde mal dran genagt hatte, weil ich denke, dem Mensch, was hätten die noch von mir gebraucht? Ich habe einen Topjob gemacht, aber irgendwie hätten die mehr gebraucht. Da muss ich drüber nachdenken. Und das fühlt sich für den Moment auch scheiße an. Und da war ich auch in der Ohnmacht.
Aber hey, es ist ja so nicht mal 24 Stunden her und ich behaupte mal, ich bin zu 80% damit durch. Und schon in der Lösung. Meine Lösung war, dass ich mit denen nicht mehr zusammenarbeiten möchte. Wir tun einander nicht gut. Das finde ich gerade ziemlich klug von mir und das fühlt sich auch gut an. Ich meide, was mir nicht gut tut. Aber bevor ich ein neues Thema aufmache, will ich Sie den Podcast an der Stelle schließen. Ich gucke nochmal kurz auf meine Notizen. Ich finde, ich habe dir ganz viel von dem gesagt, was ich dir sagen wollte.
Und verabschieden tue ich mich mit, lass uns in Verbindung bleiben. Ich werde in 2.26 Uhr richtig viel auf Bühnen sein. Ich bin eingeladen bei Festivals. Setz dich bitte auf mein Newsletter. Bleib an mir dran, wenn dir meine Tipps gut tun. Ich schenk dir diese Arbeit hier alles.
Ich will dafür nichts von dir, außer diese Weltenstückchen besser machen. Und das kann ich dann, wenn du dich für mein Newsletter einträgst, wenn ich dir weiterhin Dinge schicken kann, wenn du hören kannst, wo du mich vielleicht auch mal live erleben kannst. Und wenn du mich live erleben kannst, dann freue ich mich, wenn du auf mich zugehst. Wenn du vorbei kommst und sagst, hey Farid, ich habe den Podcast mir den Krisen gehört. Das hat mir richtig gut getan. Oder ich fand den richtig scheiß, hat mich gar nicht angesprochen. Sag mir das ruhig. Sag mir auch, was dir gefehlt hat. Mein Team und ich, wir lieben, das Rückmeldungen von dir zu bekommen. Und wenn du Lust hast, diesen Podcast zu sponsoren, dann dreht mir auch in Kontakt. Wir haben eine Landingpage, da steht alles dazu drin. Der hat der wunderbare Linus Wittmar entworfen, für den ich immer Werbung mache. Das ist der Mann, mit dem ich zusammen arbeite, der hier alle Podcasts schneidet und alles tut. Toller Mann im Norden Deutschlands, den du findest.
Und wenn du jemanden brauchst, der deine Arbeit unterstützt, Linus hat ein tolles Team, hier mal die Werbung für ihn erlaubt. Und genauso würde ich gerne Werbung für dein Produkt machen, wenn wir beide zusammen passen. Ich kann natürlich nicht für jedes Produkt Werbung machen. Das wirst du verstehen, weil ich hier mit einer Botschaft unterwegs bin. Aber vielleicht passt dein Produkt zu meiner Botschaft, dann würde ich mich freuen. Wie auch immer, auf bald. Und ich freue mich von dir zu hören, wie du durch die nächste Krise und die kommt ja immer erfolgreich durchmarschiert bist. Von Herzen auf bald, dein Farid Enomani. Tschüss.