Warum so viele Männer glauben, sie gehören nicht dazu — mit Ansgar Schmitz
In dieser Folge spreche ich mit Ansgar Schmitz, einem der Geschäftsführer von Mannsein, dem größten Männerkongress Europas. Ein Mann, der selbst eine bemerkenswerte Entwicklung gegangen ist: vom Gefühl, nicht dazuzugehören, hin zu einem Menschen, der heute Räume für Hunderte Männer öffnet.
Und genau darum geht es in dieser Folge.
Um Männer.
Um Orientierung.
Um Zugehörigkeit.
Um Selbstführung.
Und um die Frage, was es heute eigentlich bedeutet, Mann zu sein.
Viele Männer funktionieren nach außen. Sie liefern ab. Sie gehen arbeiten. Sie kümmern sich. Sie halten durch. Sie spielen ihre Rolle. Aber innerlich tragen viele eine tiefe Unsicherheit mit sich herum: Bin ich richtig? Bin ich genug? Gehöre ich überhaupt dazu?
Ansgar beschreibt im Gespräch einen Gedanken, der mich sehr berührt hat: Zwei Drittel der Männer glauben tief in sich, dass sie nicht dazugehören. Und ich glaube, das ist eine der großen Lebenslügen, die viele Männer mit sich tragen. Denn dieses Gefühl führt oft dazu, dass wir uns entweder zurückziehen, härter werden oder anfangen, falschen Vorbildern hinterherzulaufen.
Und genau da wird es gefährlich.
Denn wenn ein Mann innerlich keine Orientierung hat, sucht er sie im Außen. Dann wird der lauteste Typ im Raum plötzlich zur Autorität. Der mit dem meisten Geld. Der mit dem größten Auto. Der mit den meisten Frauen. Der mit der klarsten Ansage. Nicht, weil er wirklich Substanz hat, sondern weil er Sicherheit verspricht.
Aber Status ist noch keine Männlichkeit.
Lautstärke ist noch keine Wahrheit.
Und ein Bugatti ist noch keine innere Größe.
In dieser Folge sprechen Ansgar und ich darüber, warum viele junge Männer heute so anfällig für einfache Antworten sind. Warum sie sich an fremden Rezepturen abarbeiten. An Bildern von Männlichkeit, die ihnen sagen, wie sie zu sein haben. Härter. Reicher. Dominanter. Unverletzlicher.
Doch echtes Mannsein entsteht nicht durch Kopieren.
Nicht durch Tate.
Nicht durch deinen Großvater.
Nicht durch alte Rollenbilder.
Nicht durch irgendeine Checkliste.
Echtes Mannsein entsteht, wenn du den Mut hast, dich selbst zu fragen:
Welcher Mann will ich eigentlich sein?
Nicht: Welchem Mann soll ich nachlaufen?
Nicht: Welche Maske muss ich tragen?
Nicht: Welche Rolle bringt mir Anerkennung?
Sondern: Was ist wahr in mir?
Wir sprechen auch über Selbstführung. Über diesen kleinen, entscheidenden Moment, in dem du merkst: Ich werde gerade getrieben. Von meinem Handy. Von meinen Reizen. Von meiner Partnerin. Von meinem Job. Von meinem inneren Druck. Von meiner Angst, nicht genug zu sein.
Ansgar bringt dafür ein wunderbar einfaches Bild mit: die rote Ampel. Du stehst da. Dein Handy liegt neben dir. Deine Hand will automatisch danach greifen. Und genau in diesem Moment kannst du etwas Neues tun. Du kannst innehalten. Atmen. Und dir innerlich ein liebevolles Nein sagen.
Nicht als Verbot.
Sondern als Rückkehr zu dir.
Denn genau dort beginnt Selbstführung: nicht im großen Lebensplan, sondern in diesem winzigen Moment zwischen Reiz und Reaktion.
Diese Folge ist für Männer, die nach außen funktionieren und innerlich spüren, dass da noch etwas fehlt. Für Männer, die sich nach echter Verbindung sehnen. Für Männer, die keine Lust mehr haben, eine Rolle zu spielen. Und auch für Frauen, die Männer besser verstehen möchten.
Wir sprechen über Männerarbeit, über Mentoren, über Angst vor Schwäche und Angst vor Größe. Über die Frage, warum viele Männer lieber 400 Kilometer zu einem Fußballspiel fahren, als zwei Tage mit sich selbst zu verbringen. Und darüber, warum echte Veränderung oft dort beginnt, wo wir nicht mehr weglaufen.
Ansgar zeigt in diesem Gespräch keine fertige Männerformel. Und genau das macht es so wertvoll. Es geht nicht darum, dir zu sagen, wie ein Mann zu sein hat. Es geht darum, dich einzuladen, deine eigene Antwort zu finden.
Denn vielleicht ist die wichtigste Frage nicht:
Bin ich Mann genug?
Sondern:
Bin ich ehrlich genug, mir selbst zu begegnen?
In dieser Folge erfährst du:
Warum so viele Männer tief in sich glauben, dass sie nicht dazugehören.
Weshalb diese innere Unsicherheit Männer anfällig für laute, falsche Vorbilder macht.
Warum Status, Geld und Dominanz keine echte Substanz ersetzen.
Wie du erkennst, ob du gerade deinem eigenen Weg folgst oder nur eine fremde Vorstellung von Männlichkeit kopierst.
Welche Rolle Männerarbeit heute spielen kann und warum Räume unter Männern so heilsam sein können.
Warum du nicht den einen Mentor fürs ganze Leben brauchst, sondern manchmal nur den richtigen Menschen für deine aktuelle Lebensphase.
Wie du dich im Alltag zurückholst, wenn du merkst, dass du gerade getrieben wirst.
Und warum ein liebevolles Nein zu deinem Handy, deinem Automatismus oder deiner Ablenkung manchmal ein Ja zu deinem Leben ist.
Für wen ist diese Folge?
Diese Folge ist für dich, wenn du als Mann spürst, dass du nach außen zwar funktionierst, aber innerlich müde geworden bist.
Sie ist für dich, wenn du dich fragst, was Mannsein heute eigentlich bedeutet.
Sie ist für dich, wenn du genug hast von oberflächlichen Rollenbildern, Macho-Gehabe und Erfolgsmasken.
Sie ist für dich, wenn du dich nach echter Verbindung mit anderen Männern sehnst.
Und sie ist für dich, wenn du als Frau Männer besser verstehen möchtest — nicht als Klischee, sondern in ihrer Tiefe, Unsicherheit, Sehnsucht und Kraft.
Über Ansgar Schmitz
Ansgar Schmitz ist einer der Geschäftsführer von Mannsein, dem größten Männerkongress Europas. Gemeinsam mit seinem Team schafft er Räume, in denen Männer sich begegnen können — ehrlich, verletzlich, klar und ohne die üblichen Masken.
Sein eigener Weg ist geprägt von der Erfahrung, sich selbst einmal nicht zugehörig gefühlt zu haben. Genau daraus ist heute eine Arbeit entstanden, die Männer darin unterstützt, sich nicht länger zu verstecken, sondern ihren eigenen Platz einzunehmen.
Nicht laut.
Nicht künstlich hart.
Sondern echt.
Mein Gedanke zur Folge
Ich kenne dieses Gefühl, an einem Tisch zu sitzen und innerlich zu denken: Ich gehöre hier nicht hin.
Und ich glaube, viele Männer kennen das. Nur sprechen sie nicht darüber. Sie überspielen es. Sie machen Witze. Sie trinken noch ein Bier. Sie gehen arbeiten. Sie kaufen sich Dinge. Sie suchen Anerkennung. Aber darunter liegt oft ein leiser Schmerz.
Diese Folge ist eine Einladung, genau dort hinzuschauen.
Nicht, um dich kleiner zu machen.
Sondern um dich endlich nicht mehr größer spielen zu müssen, als du dich gerade fühlst.
Denn vielleicht beginnt echte Größe genau da:
wo du aufhörst, dich zu verstellen.
Höre jetzt die neue Folge mit Ansgar Schmitz
Wenn du wissen willst, warum Männerarbeit heute so wichtig ist, warum Zugehörigkeit ein Grundbedürfnis ist und weshalb echte Männlichkeit nicht im Außen beginnt, dann hör dir diese Folge an.
Jetzt reinhören und mitnehmen, was dich ruft.
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